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 30. JUNI - 5. JULI, 2009
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 MADRID 2010
 PARIS 2009
 BERLIN 2009
 
../_HAUS DER KULTUREN DER WELT
Eintritt frei. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin.
S-Bahn: lignes S5, S7, S9, S75, Hauptbahnhof.
hkw

SAMSTAG, 4. JULI

14:00 16:00 18:00 20:00 22:00

[FORUM, DISKUSSIONEN]
> Theatersaal


POLITIK
DER ZEITGENÖSSISCHEN BILDKULTUR
Wie nützen Künstler und Filmemacher heute die Instrumentarien des Spiel- und Dokumentarfilmes und in welcher Form kommen in ihrer Arbeit die Sprache des Kinos und Elemente der zeitgenössischen Kunst zum Einsatz.
Im Laufe dieser Diskussionwerden wir mit jedem einzelnen der anwesenden Künstler herausfinden, was in dessen Arbeit den individuellen Bezug zur Realität ausmacht und wo politische Bezüge zu Bildern sichtbar werden.

 
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SAMSTAG, 4. JULI

14:00 16:00 18:00 20:00 22:00

[VORFÜRHUNG]
> Theatersaal


VERFÄLSCHUNG

Jonathan SCHWARTZ: Copper green
Experimenteller Film | 16mm | farbe | 00:03:00
USA | 2008
 [•]

Vasco ARAUJO: Augusta
Video | dv | farbe | 00:08:55
Portugal/USA | 2008
 [•]

François BUCHER: Samper
Video | dv | farbe | 00:17:30
Kolumbien | 2008
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Rossella BISCOTTI: The undercover man
Exp. Dokumentarfilm | 16mm | schwarz und weiß | 00:30:00
Italien/USA | 2008
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Ken JACOBS: The scenic route
Experimentelles Video | dv | farbe und s&w | 00:25:00
USA | 2008
 [•]

Effektiver politischer Diskurs und filmische Montage. Jonathan Schwartz verfilmt ein altes Foto von Studenten und Professoren, während eine schwankende Stimme "Singing in the rain" singt. Vasco Araujo nimmt Aristophanes' Stück "Die Vögel" her und schlägt einen Dialog zwischen den zwei Steinlöwen vor. Eine Meditation zum Ausüben der Macht und Tyrannei, zur Suche nach einem neuen Lebensort. François Bucher liest dem ehemaligen Präsidenten Kolumbiens, Ernesto Samper, erneut eine Ansprache vor, die er 1978 verkündet hatte. Rossella Biscotti befragt Joseph D. Pistone a.k.a. Donnie Brasco, der von 1976 bis 1982 in die New Yorker Mafia eingedrungen war. Ken Jacobs passt photographische Bilder Räumen an, führt die Zeit von Neuem ein und öffnet das Bild wieder der Dreidimensionalität.

Jonathan Schwartz
 
Vasco Araujo
 
François Bucher
 
Rossella Biscotti
 
Ken Jacobs
 
 
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[FORUM, DISKUSSIONEN]
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WAS VERÄNDERT SICH?
Die Veränderungen, die sich in den zeitgenössischen audiovisuellen Medien und den Praktiken des Filmemachens ereignen, sowie die Querverbindungen, die sich zwischen Kino und zeitgenössischer Kunst in den letzten zehn Jahren gebildet haben, deuten, über eine rein ästhetische Verschiebung hinaus, eine grundsätzliche Veränderung im Hinblick auf ein neues Paradigma der audiovisuellen Medien an.
Im Laufe der Debatte werden verschiedene Standpunkte an Hand von konkreten Beispielen auseinandergesetzt. Die Referenten werden ihre Interpretation dieser Verschiebung und die damit verbundenen Herausforderungen darlegen.

Géraldine Gomez - Centre Pompidou
Curator - Paris, France
www.centrepompidou.fr

Berta Sichel - Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia
Director of the audiovisual department - Madrid, Spain
www.museoreinasofia.es

Valerie Smith - Haus der Kulturen der Welt
Head of Visual Arts Department - Berlin, Germany
www.hkw.de

Peter Weibel - ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Director - Karlsruhe, Germany
www.zkm.de

 
 
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[VORFÜRHUNG]
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CARTE BLANCHE
AN PEDRO COSTA
Deutsche Prämiere
Vorstellung in Anwesenheit von Pedro Costa


Pedro COSTA
: Ne change rien
Dokumentarfilm | schwarz und weiß | 01:38:00
Portugal / Frankreich | 2009

"Ne change Rien" entstand aus einer Freundschaft zwischen der Schauspielerin Jeanne Balibar, dem Tontechniker Philippe Morel und Pedro Costa. Jeanne Balibar, Sängerin, von Proben bis zur Aufnahme, von Rockkonzerten bis zu Gesangsstunden lyrischer Musik, vom Dachboden in Sainte Marie-aux-Mines bis zur Bühne in einem Tokyoter Café, von Johnny Guitar bis zu Offenbachs La Périchole.

Nach dem Dreh- und Regiestudium an der Filmschule des Nationalen Konservatoriums in Lissabon arbeitet Pedro Costa als Regieassistent. 1987 führt er Regie bei seinem ersten Kurzfilm 'Cartas a Julia'. Danach leitet er im portugiesischen Fernsehen eine Kinderserie. Sein erster Spielfilm, 'Das Blut', begeistert 1989 die Kritik, bleibt aber beim Publikum wegen des fehlenden kommerziellen Vertriebs unbemerkt, wie auch sein zweiter Film 'Das Haus aus Lava' (1994), der seinen Stil und sein Talent bestätigt. 1997 nähert sich 'Ossos' auf nüchterne Weise dem Thema der unglücklichen Kindheit; er wird in Venedig und Belfort ausgezeichnet. Danach folgt ein Dokumentarfilm, 'Im Zimmer von Vanda', der dem höllischen Niedergang eines Drogenabhängigen folgt. Der Regisseur fährt mit einem Portrait, 'Où gît votre sourire enfoui?', fort, in dem er, wie auch beim hier gezeigten Film, Danièle Huillet und Jean-Marie Straub würdig. Mehrere seiner Filme wurden am Filmfestival in Cannes gezeigt. 1994 war "Casa de lava" Teil der Selektion "Un certain regard". Sein Film " Juventude em marcha " war 2006 im Wettbewerb. Dieses Jahr wurde sein letzter Film "Ne change rien" bei der Quinzaine der Regisseure vorgestellt.

 
 
 
 
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14:00 16:00 18:00 20:00 22:00

[VORFÜRHUNG]
> Theatersaal


VORHÖLLEN

Sergey PROVOROV: Skolzkaya gora (the slippery mountain)
Video | dv | farbe | 00:06:06
Russland | 2006
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Fiona LINDRON: Jacky
Video | dv | farbe | 00:03:57
Frankreich | 2008
 [•]

Maider FORTUNE: Curtain!
Video | hdv | schwarz und weiß | 00:18:45
Frankreich | 2008
 [•]

Patrick JOLLEY: Fall
Experimenteller Film | 16mm | schwarz und weiß | 00:11:00
Irland | 2008
 [•]

Jennet THOMAS: The man who went outside
Video | dv | farbe | 00:10:00
Vereinigtes Königreich | 2008
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Tobias Yves ZINTEL: Hell Hotel
Experimentelle Fiktion | hdv | farbe | 00:36:00
Deutschland/Deutschland, Italien, Tschechische Republik | 2007
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Xenia Yvon LESNIEWSKI: Supersensibel
Animation | dv, betaSP | farbe | 00:02:30
Deutschland | 2008
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Izebene OÑEDERRA: Hezurbeltak, a fossa común
Animation | 35mm | schwarz und weiß | 00:04:30
Spanien | 2007
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In der Vorhölle existiert eine ungewisse Zone, die von merkwürdigen Kreaturen bewohnt wird. Serge Provorov filmt Männer, die fallen und nicht aufhören zu fallen. Ihr Sturz wird zum Motiv. Fiona Lindron folgt einem Schattenbild, dann dem Gesicht einer Frau, die ausschließlich durch Flashs erhellt wird. So wird deren gefangene Figur. Mit Maider Fortuné schaut man in einem zeitlosen Raum einer Parade von Schatten unterschiedlicher Kreaturen und Helden zu, die der Kindheit entstammen. Patrick Jolley erfindet einen Raum, in dem die Objekte fallen, gewalttätig über die Grenzen hinaus geschleudert. Jennet Thomas stellt einen Mann vor, der den ersten gebärfähigen Mann ankündigt, eine Fabel der futuristischen Logik und eine Kritik an der Repräsentation. Tobias Yves Zintel kreiert das "Hell Hotel", das von deiner Konstellation von Personen bewohnt wird, deren Sprache aus Zitaten und Fragmenten besteht, die der Werbung, Geschichte und Philosophie entnommen wurden. Form und Inhalt bestimmen sich in der Wechselseitigkeit der Wiederaufnahme. Xenia Yvon Lesniewski zeigt eine Zeichentrickfigur in einem erotischen Diskurs, obszön und angsterfüllt. Und Izebene Oñederra belebt ein Wesen dessen Name, einer baskischen idiomatischen Bezeichnung gemäß, sozial unsichtbare Lebewesen beschreibt.

Sergey Provorov
 
Fiona Lindron
 
Maider Fortune
 
Patrick Jolley
 
Jennet Thomas
 
Tobias Yves Zintel
 
Xenia Yvon Lesniewski
 
Izebene Oñederra
 
 
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