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Vom
1. bis 6. Juli
[EDITO]
Wir freuen uns sehr, Ihnen nach dem ersten und zweiten Teil
der Rencontres Internationales, die zuerst im November 2007 im Centre
Pompidou, im Jeu de Paume und im Palais de Tokyo in Paris und dann
im Mai 2008 im Nationalmuseum Reina Sofia, in der Filmoteca, am
Cervantes Institut, im Kulturministerium und im Complejo El Aguila
der Stadt Madrid stattgefunden haben, nunmehr die dritte Etappe
der Rencontres Internationales Paris/Berlin/Madrid 2007-2008 präsentieren
zu dürfen, die vom 1.-6. Juli 2008 im Haus der Kulturen der
Welt in Berlin stattfinden werden.
Seit 1997 präsentieren die Rencontres Internationales eine
interdisziplinäre Aktion zwischen jungem Kino und zeitgenössischer
Kunst: Film, Video und Multimedia.
Die Grenzen zwischen diesen Kunstformen sind fließend, und
die Rencontres versuchen, den Schwerpunkt auf die Wege und Berührungspunkte
zwischen diesen Praktiken, ihren Autoren und ihrem jeweiligen Publikum
zu legen, sowie auf die unterschiedlichen geographischen, künstlerischen
und kulturellen Räume, wo die Veranstaltungen stattfinden.
Die Rencontres Internationales, ursprünglich auf Paris und
Berlin beschränkt, haben 2007 Madrid als dritte Stadt in ihr
Programm aufgenommen. Diese Öffnung ermöglicht, einen
einzigartigen Raum für künstlerischen und interkulturellen
Austausch zwischen diesen drei Städten zu schaffen.
Die Neuauflage der Rencontres Internationales findet in der Gegenwart
der Künstler und Regisseure aus der ganzen Welt statt und stellt
200 Werke aus Deutschland, Frankreich, Spanien und 60 anderen Ländern
vor, die sowohl von international anerkannten, als auch von Künstlern,
die zum ersten Mal in Berlin ausstellen, stammen.
Das Publikum hat jeden Tag freien Zutritt zu Filmvorführungen
und einem Videozyklus und hat zudem die Gelegenheit, an zahlreichen
Begegnungen und Diskussionen mit Künstlern, Kritikern, Kuratoren
und Persönlichkeiten aus dem Künstler- und Kinomilieu
teilzunehmen. Die Neuauflage der Rencontres bietet mehrere Höhepunkte,
wie den Eröffnungsabend am 1. Juli, zwei Carte Blanche Sondereintritte
für Antonio Muntadas und Pedro Costa am 4. und 5. Juli und
ein mehrtägiges deutsch-französisches Forum mit Schwerpunkt
auf jungen KünstlerInnen und dem Verhältnis zwischen Kino
und zeitgenössischer Kunst.
Dasselbe Programm in drei verschiedenen Städten zu zeigen,
die - wie Berlin, Paris und Madrid - unterschiedliche Zugangsweisen
zu ihrer Kultur und, in einem weiteren Sinne, zu ihrem Kulturverhalten
haben, erlaubt es, die wahrscheinlich wichtigsten und komplexesten
Herausforderungen künstlerischen Schaffens in unserer heutigen
Zeit hervorzuheben und unsere Fähigkeit, das Andere zu rezipieren
und aufzunehmen, unmittelbar auf die Probe zu stellen - andere künstlerische
Kontexte, andere kulturelle Bezugspunkte.
In diesem Zusammenhang ist es uns ein besonderes Anliegen, für
die Berliner Neuauflage der Rencontres die deutsch-französische
Dimension des Projekts als auch die Bedeutung des Kulturaustauschs
zwischen Paris und Berlin hervorzuheben.
Die Rencontres Internationales wünschen, den Besonderheiten
und Konvergenzen der künstlerischen Praktiken zwischen jungem
Kino und zeitgenössischer Kunst gerecht zu werden, neuentstehende
Kunstformen und deren kritisches Potential zu erforschen und einen
notwendigen Rahmen zu schaffen, der das Treffen und den Austausch
unterschiedlicher Gesichtspunkte ermöglicht.
Die Rencontres Internationales erhoffen sich, durch ein anspruchsvolles
und allen zugängliches Programm zu einer Reflexion über
die zeitgenössische Bildkultur beizutragen.
Nathalie Hénon und Jean-François Rettig
Leiter, Kuratoren der Rencontres Internationales
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