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Aurelia mihai
CINEMATOGRAFUL ROSU / Rotes Kino
Video, Filmloop (Videoloop | HD Video, 16 x 9 | Farbe | 6'52'' | Rumänien / Deutschland | 2009
Rotes Kino ein Projekt von Aurelia Mihai  Die Arbeit ist als filmische Episode in zwei Szenen angelegt, sie baut auf einem Zeitsprung auf von 1610 zum 1969 und zurück. Konzipiert ist sie als filmische Schleife - (ein Loop in der Narration), je nachdem wo man in die Geschichte einsteigt, bekommt man sie chronologisch oder als Rückblende erzählt. In diesem Projekt benutze ich die Figur der Gräfin Elisabeth Báthory als bekannte Serienmörderin der Geschichte, und weibliches Pendant des transsilvanischen Mythos Dracula.  Der Legende nach hat Elisabeth Báthory in Jungfrauenblut gebadet, in dem Glauben dadurch jung und schön zu bleiben. Da es sich um eine Hybridfigur handelt (zwischen Mythologie und Historie) bleibt sie auch in meiner Arbeit eine rätselhafte Gestalt, was durch die Verschiebung in ein andere Zeit in der zweiten Szene verstärkt wird.  Hier sehen wir sie als Patientin in einer Psychiatrischen Anstalt 1969, in der Sozialistischen Republik Rumänien. Das Verhältnis von Täter und Opfer wird in Frage gestellt. Thematisiert wird hier die Problematik, die die Frauen unter dem Ceausescu Regime erlebt haben. Im Gegensatz zur sexuellen Befreiung im Westen, wurde 1966 in Rumänien per Gesetz die Einfuhr von Verhütungsmitteln verboten, um die Geburtenrate zu steigern, sowie die Abtreibung unter Strafe gestellt.
Aurelia Mihai Geboren 1968 in Bukarest, Rumänien, lebt und arbeitet in Hamburg. Studium an der Kunstakademie Bukarest, Kunstakademie Düsseldorf (DAAD Stipendium `94-`96), und an der Kunsthochschule für Medien Köln . Auszeichnungen, u.a. Villa Aurora Stipendium, Los Angeles (2001), E STAR Stipendium IEA, Alfred, N. Y. (2001), Spiridon-Never-DuMont Preis (2002), Euregio Kunstpreis / Germany / NL (2005), Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst (2005), Deutsche Akadremie Rom - Villa Massimo (2007), Projektstipendium - Schloss Balmoral (2009). Einzelausstellungen u.a. im National Museum of Contemporary Art - MNAC, Bukarest, Rumänien (2009) Museum Goch (2007), Kunstverein Hildesheim, Marburger Kunstverein (2004), im Kunstraum Düsseldorf (2001) und in der Bremer Kunsthalle (1998). Gruppenausstellungen und Screening u.a. im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid (2005), PAN-Screening bei der 52. Biennale Venedig, Tryingtoland 2 im MACRO, Rom (beide 2007), Martin-Gropius-Bau, Berlin, Chelsea Art Museum, N. Y. und Wallraf-Richartz-Museum, Köln (alle 2006), Museum voor Moderne Kunst Arnhem, Niederlande (2005), Kunsthalle Hamburg (2004) Periferic 8 - Biennial for Contemporary Art, Iaşi, Rumänien/ RO, Robert Else Gallery, Sacramento, Californien/ USA
, CIAC - Centre International d`Art Contemporain de Pont Aven/ FR (2008), K21 Düsseldorf, Kunsthalle Hamburg, Centre of Contemporary Art and the Nature World, Plymouth/ UK
, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK), Berlin, Galerie Commune, Tourcoing, Frankreich und Städtische Galerie Ravensburg. (2009).