SAMSTAG, 4. JULI
[VORFÜRHUNG]
> Theatersaal
CARTE BLANCHE
AN PEDRO COSTA
Deutsche Prämiere
Vorstellung in Anwesenheit von Pedro Costa
Pedro COSTA: Ne change rien
Dokumentarfilm | schwarz und weiß |
01:38:00
Portugal / Frankreich | 2009
"Ne change Rien" entstand aus einer Freundschaft zwischen
der Schauspielerin Jeanne Balibar, dem Tontechniker Philippe Morel
und Pedro Costa. Jeanne Balibar, Sängerin, von Proben bis zur
Aufnahme, von Rockkonzerten bis zu Gesangsstunden lyrischer Musik,
vom Dachboden in Sainte Marie-aux-Mines bis zur Bühne in einem
Tokyoter Café, von Johnny Guitar bis zu Offenbachs La Périchole.
Nach dem Dreh- und Regiestudium an der Filmschule
des Nationalen Konservatoriums in Lissabon arbeitet Pedro Costa
als Regieassistent. 1987 führt er Regie bei seinem ersten Kurzfilm
'Cartas a Julia'. Danach leitet er im portugiesischen Fernsehen
eine Kinderserie. Sein erster Spielfilm, 'Das Blut', begeistert
1989 die Kritik, bleibt aber beim Publikum wegen des fehlenden kommerziellen
Vertriebs unbemerkt, wie auch sein zweiter Film 'Das Haus aus Lava'
(1994), der seinen Stil und sein Talent bestätigt. 1997 nähert
sich 'Ossos' auf nüchterne Weise dem Thema der unglücklichen
Kindheit; er wird in Venedig und Belfort ausgezeichnet. Danach folgt
ein Dokumentarfilm, 'Im Zimmer von Vanda', der dem höllischen
Niedergang eines Drogenabhängigen folgt. Der Regisseur fährt
mit einem Portrait, 'Où gît votre sourire enfoui?',
fort, in dem er, wie auch beim hier gezeigten Film, Danièle
Huillet und Jean-Marie Straub würdig. Mehrere seiner Filme
wurden am Filmfestival in Cannes gezeigt. 1994 war "Casa de
lava" Teil der Selektion "Un certain regard". Sein
Film " Juventude em marcha " war 2006 im Wettbewerb. Dieses
Jahr wurde sein letzter Film "Ne change rien" bei der
Quinzaine der Regisseure vorgestellt. |
|