../_ HAUS DER KULTUREN DER WELT
EINTRITT FREI. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. S-Bahn: S5, S7, S9, S75, Station: Hauptbahnhof / Bus 100 bis HdKdW

DONNERSTAG, 3. JULI
16:00 Uhr

PSYCHEN


Manon DE BOER : Resonating Surfaces
Exper. Dokumentarfilm | 16mm | Farbe | 0:39:00
Niederlande/Brésil, Belgien | 2005
 [•]

Txuspo POYO : Delay Glass
Experimentelle Animation | dv | Farbe | 0:08:30
Spanien | 2007
 [•]

Yves NETZHAMMER : Die Subjektivierung der Wiederholung, Projekt A
Experimentelle Animation | 3D-Animation | Farbe | 0:42:24
Schweiz | 2007
 [•]

Manon de Boer schafft ein dreifaches Portrait: das einer Stadt, einer Frau und einer Einstellung zum Leben. Die persönliche Geschichte von Rolnik, eines brasilianischen, in Sao Paulo lebenden Psychoanalytikers, impliziert sowohl die brasilianische Diktatur der 60er Jahre als auch das intellektuelle Pariser Klima rund um Deleuze und Guattari in den 70er Jahren. Der Film vermengt verschiedene Themen: der Andere und das Verhältnis zur Alterität, die Verbindung zwischen Körper und Macht, die Stimme und schließlich die Mikropolitiken des Begehrens und des Widerstands. Txuspo Poyo bezieht sich auf die Arbeit von Marcel Duchamp und artikuliert die Verbindung der „Junggesellenmaschine“, die von technologischen, mechanischen und erotischen Impulsen bewegt wird. Netzhammer transponiert sein Anliegen, das „Eigene“ dem Anderen zu öffnen, in ein spezifisches, visuelles Idiom. Die Welt erscheint nicht als simple, verhandelbare und verfügbare Masse, sondern als ein komplexes Anderssein, das seine eigene Würde hat.

Manon DE BOER
 
Txuspo POYO
 
Yves NETZHAMMER
 
 

_Seitenanfang_/
 
 
../_ HAUS DER KULTUREN DER WELT
EINTRITT FREI. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. S-Bahn: S5, S7, S9, S75, Station: Hauptbahnhof / Bus 100 bis HdKdW

DONNERSTAG, 3. JULI
18:00 Uhr

KRIEGSPORTAIT


Pablo WENDEL : Terracotta Warrior
Videoaktion | dv | Farbe | 0:08:38
Deutschland/China | 2006
 [•]

Mathias DELFAU : MUR
Animation | quicktime | Farbe | 0:06:26
Frankreich | 2006
 [•]

Jonathan SCHWARTZ : A logic sore
Experimentalfilm | 16mm | Farbe | 0:03:00
USA | 2006
 [•]

Stephen ANDREWS, John GREYSON : On message
Video | dv | Farbe | 0:09:30
Kanada | 2006
 [•]

Lamia JOREIGE : Nights and days
Exper. Dokumentarfilm | dv | Farbe | 0:17:00
Libanon | 2007


Miguel Angel ROJAS : Border Panic
Video | dv | Farbe | 0:04:33
Kolumbien | 2007
 [•]

Tania PAROVIC : Attentate
Video | dv | Farbe und s/w | 0:10:40
Deutschland | 2006
 [•]

Ziad ANTAR
: Safe sound
Video | dv | Farbe | 0:09:00
Liban / Frankreich | 2006
[•]

Martha COLBURN : Destiny Manifesto
Animation | 16mm | Farbe | 0:08:00
USA | 2006
 [•]

Jennet THOMAS : The Truth and the Pleasure
Video | dv | Farbe | 0:04:50
Großbritannien | 2007
 [•]

Jean-Gabriel PÉRIOT : Under Twilight
Video | dv | Farbe | 0:05:00
Frankreich | 2006
 [•]

Pablo Wendel wird zu einer der 6000 Tonstatuen der Armee von Lintong in China. Mathias Delfau schlägt das gewalttätige Treffen zweier Gesichtspunkte vor. Die Kamera versinkt in einem Motiv, das einem Baumstumpf ähnelt und entdeckt anthropomorphe Inhalte, die wie eine Akkumulation von aufgehängten Körpern erscheint. Jonathan Schwartz konstruiert einen fälschlich naiven Zeichentrickfilm, der Wörter und Strukturen wie Anagramme miteinander vereint. Stephen Andrews und John Greyson zerlegen einen Zeichentrickfilm und einen Text zum Thema Krieg und Zerfall sowie zur Veränderung der Werte und des Alltagslebens. Lamia Joreige erzählt eine Kriegserfahrung aus ihrer persönlichen Sichtweise, ausgehend von Notizen, die während des Sommers 2006 in Libanon geschrieben und gefilmt wurden. Miguel Angel Rojas verbindet auf einem Bürgersteig in Kolumbien Blutspuren mit einer Kreide. Tania Parovic vereint Bilder, die Attentate dokumentieren, wie sie in den Medien erscheinen. Diese Bilderserie unterstreicht die gleichbleibenden Charakteristiken dieser Bilder und deren Interpretationen. Ziad Antar filmt das Alltagsleben und die aufgehobene Zeit in einer belagerten Stadt. Martha Colburn erforscht die visuellen und psychologischen Parallelen zwischen der amerikanischen Westküste und dem Konflikt im Nahen Osten. Jennet Thomas fügt eine unwahrscheinliche und belebte Kreatur in ihre Familienportraits ein. Jean-Gabriel Périot erstellt eine Bilderserie von Kriegsflugzeugen, vom Himmel bis zur Erde, bis zum Ort der Bombardierung.

Pablo WENDEL
 
Mathias DELFAU
 
Jonathan SCHWARTZ
 
Stephen ANDREWS, John GREYSON
 
Lamia JOREIGE
 
Miguel Angel ROJAS
 
Tania PAROVIC
 
Ziad ANTAR
 
Martha COLBURN
 
Jennet THOMAS
 
Jean-Gabriel PÉRIOT
 
 

_Seitenanfang_/
 
 
../_ HAUS DER KULTUREN DER WELT
EINTRITT FREI. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. S-Bahn: S5, S7, S9, S75, Station: Hauptbahnhof / Bus 100 bis HdKdW

DONNERSTAG, 3. JULI
20:00 Uhr

POSTKOLONIAL


Lawrence WEINER : Inherent in the Rhumb Line
Animation | dv | Farbe | 0:07:00
USA | 2005
 [•]

Alfredo JAAR : Muxima
Exper. Dokumentarfilm | dv | Farbe | 0:36:00
Chile/Angola | 2006
 [•]

Ken JACOBS : Hanky Panky January 1902
Video | dv | s/w | 0:01:00
USA | 2007
 [•]

Ken JACOBS : Nymph
Video | dv | Farbe | 0:03:00
USA | 2007
 [•]

Ken JACOBS : Capitalism: Slavery
Video | dv | s/w | 0:03:00
USA | 2006
 [•]

Wendy MORRIS : Bully Beef
Animation | 16mm | s/w | 0:06:00
Südafrika/Belgien | 2007
 [•]

Teresa Maria DIAZ NERIO : Hommage à Sara Bartman
Video | dv | Farbe | 0:05:00
Dominikanische Rep./Niederlande | 2007
 [•]

Ane LAN : Afrika
Video | hdv | Farbe | 0:04:34
Norwegen | 2007
 [•]

Gavin YOUNGE : Alyscamps
Video | dv | Farbe | 0:08:00
Südafrika | 2007
 [•]

Steven COHEN : Maid in South Africa
Video | dv | Farbe | 0:12:00
Südafrika | 2005
 [•]

Lawrence Weiner stellt eine konzeptuelle Lesart der „Rhumb-Linie“, einer konstanten Navigationslinie, vor, die in gewisser Weise die systematische Plünderung während der Entdeckungsfahrten gerechtfertigt hat. Alfredo Jaar hat in Angola verschiedene Interpretationen eines in den 1950er Jahren geschriebenen Liedes gefilmt, das von einem der Gründungsmitglieder der nationalen Befreiungsbewegung geschrieben worden ist. Ken Jacobs filmt, rückt zurecht und montiert Bilder des beginnenden 20. Jahrhunderts, aus der Zeit der Entstehung des Kinos, neu und reproduziert das stereoskopische Dispositiv der Vision. „Hanky Panky January 1902“ stellt eine Sichtweise der menschlichen Sexualität dar. „Nymph“ inszeniert eine Schöne auf einem Ball, die von Verehrern umgeben wird. „Kapitalismus: Sklaverei“ belebt ein stereographisches Bild der schweigenden und ausgebeuteten Baumwollpflücker wieder. Wendy Morris verbindet den ersten Weltkrieg mit dem Kolonialismus in Kongo. Teresa Maria Diaz Nerio realisiert eine Performance, wo sie sich in die Haut von Sara Bartman, einer afrikanischen Frau, begibt, die 1810 nach England gebracht wurde, um dort ausgestellt zu werden. Bartman wurde wegen ihres Ursprungs sowie ihrer Körpermerkmale fast nicht als Mensch angesehen. Ane Lan untersucht die psychologischen Aspekte des postkolonialen Verhältnisses zwischen Europa und Afrika. Eine Afrikanerin bereitet ein Mahl für ihren westlichen Gast vor, der krank auf einem Bett ausgebreitet liegt. Gavin Younge erforscht den Mythos des Phantomschiffs durch eine Serie von hypnotischen Verwüstungsszenen, die in Arles und in Südafrika gefilmt wurden. Gleichzeitig dazu erscheint Les Alyscamps, eine antike Nekropolis der Stadt Arles. Steven Cohen geht der Frage nach dem Körper und seiner Ausbeutung auf den Grund und huldigt seiner 84jährigen, südafrikanischen Amme, die seit seiner Kindheit in seiner Familie angestellt ist.

Lawrence WEINER
 
Alfredo JAAR
 
Ken JACOBS
 
Ken JACOBS
 
Ken JACOBS
 
Wendy MORRIS
 
Teresa Maria DIAZ NERIO
 
Ane LAN
 
Gavin YOUNGE
 
Steven COHEN
 
 

_Seitenanfang_/
 
 
../_ HAUS DER KULTUREN DER WELT
EINTRITT FREI. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. S-Bahn: S5, S7, S9, S75, Station: Hauptbahnhof / Bus 100 bis HdKdW

DONNERSTAG, 3. JULI
22:00 Uhr

ICH LIEBE MEINEN KURATOR


Videokollektive / Joerg Bader, Joël Benzakin, Lucia Bru, Jordi Colomer, François Curlet, Jos de Gruyter & Harald Thys, Pierre Droulers, Michel François, Ann Veronica Janssens, Simon Siegmann, Loïc Vanderstichelen, Richard Venlet, Angel Vergara : La Ricarda
Experimentalvideo | hdv | Farbe | 0:20:00
Belgien, Spanien, Frankreich | 2006
[•]

Tzu Nyen HO
: The Bohemian Rhapsody Project
Video | dv | Farbe | 0:06:52
Singapur | 2006
 [•]

Daniel BARROW : Artist Statement
Experimentelle Animation | 35mm | Farbe | 0:05:00
Kanada | 2007
 [•]

Irini KARAYANNOPOULOU : Boys
Experimentelle Animation | dv | Farbe | 0:03:45
Griechenland | 2007
 [•]

Oreet ASHERY : Back in 5 minutes
Exper. Fiktion | dv | Farbe | 0:08:07
Großbritannien | 2007
 [•]

Evaldas JANSAS : To Be on Show
Exper. Fiktion | dv | Farbe | 0:11:20
Litauen | 2006
 [•]

Daniela SCHULZ : Fluxus GERD-ner
Dokumentarfilm | dv | Farbe | 0:03:13
Deutschland | 2007
 [•]

Carles CONGOST : Memorias de Arkaran
Exper. Fiktion | dv | Farbe | 0:05:00
Spanien | 2005
 [•]

Paul TARRAGÓ : Paul and the Badger - Episode 2
Exper. Fiktion | dv | Farbe | 0:09:30
Großbritannien | 2006
 [•]

Martin SASTRE : Bolivia 3: Confederation Next
Exper. Fiktion | dv | Farbe | 0:15:00
Uruguay/Spanien | 2005
 [•]

Beim Kollektivprojekt „La Ricarda“ handelt es sich um einen Film, in dem sich die Gesichtspunkte von dreizehn Künstlern treffen und vereinen und zu einer fiktiven Geschichte ohne Plot zusammenfinden. Es ist ein Labyrinth, in dem sich Einzelheiten verlieren, um eine zusammengesetzte und faszinierende Form entstehen zu lassen. Der Ort der Erfahrung, die Casa Gomis in der Nähe von Barcelona, wird so zu einem kollektiven Erfahrungsraum. Tzu Nyen Ho geht der „Bohemian Rhapsody“ der Gruppe Queen auf die Spur, zwischen Remake und Pastiche und ausgehend von Bildern des Castings, die während der Vorbereitungen zum Film am Obersten Gerichtshof in Singapur entstanden sind. Daniel Barrow beschreibt und parodiert seinen persönlichen Zugang zur Künstlerpraxis. Der Zeichentrickfilm von Irini Karayannopoulou greift ein Poplied der 80er Jahre auf - eine ikonoklastische Hommage an Joseph Beuys. Oreet Ashery inszeniert den Besuch eines Kurators in einem Atelier einer abwesenden Künstlerin, ein „Künstlerthriller“, der die Grenzen zwischen der Privatsphäre und den Machtdynamiken in der Künstlerwelt auslotet. Evaldas Jansas filmt sich selbst in einer ironischen Handlung, die das Projekt der Konstruktion eines Kunstzentrums in Vilnius zum Ausgangpunkt hat. Daniela Schulz filmt Gerd Conradt, den Pionier des Fluxus-Videos, der Videobänder als einen den zukünftigen Künstlergenerationen gewidmeten Akt zerstört. Carles Congost erzählt die Geschichte eines imaginären Landes, das einzig und allein von Künstlern bewohnt wird, die das Recht einfordern, etwas Anderes als Hofnarren zu sein. Der von gelehrten Plüschtieren umgebene Paul Tarragó trägt ein Kostüm eines Unterhalters für Kinder, um mit der Aufführung einer aufgeklärten Kunstgeschichte-Lektüre zu beginnen. Martin Sastre nimmt uns auf eine Reise ins Jahr 2876 mit, wo Lateinamerika zur Konföderationsmacht aufgestiegen ist und die Vereinigten Staaten von Amerika hingegen zersplittert sind. In diesem Zukunftsszenario liefern sich Martin Sastre und Matthew Barney ein letztes Duell.

Video collective
 
Tzu Nyen HO
 
Daniel BARROW
 
Irini KARAYAN- NOPOULOU
 
Oreet ASHERY
 
Evaldas JANSAS
 
Daniela SCHULZ
 
Carles CONGOST
 
Paul TARRAGÓ
 
Martin SASTRE
 
 

_Seitenanfang_/
 
 
DONNERSTAG, 3. JULI
HAUS DER KULTUREN DER WELT

VORFÜHRUNGEN
• 16 Uhr
• 18 Uhr
• 20 Uhr
• 22 Uhr

VIDEOPROJEKTION
• Vom 1. bis 6. Juli

DISKUSSIONEN, FORUM
• Vom 2. bis 6. Juli

VIDEOTHEK
• 
Vom 2. bis 6. Juli
Information | Programm | Katalog | Netzwerke | Unterstützung | Kontakt