| Cache-Cache Salade |
| Exper. Fiktion | dv | Farbe | 3'30'' | Frankreich | 2004 |
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Dieses Video ist der Ausschnitt von einer Serienarbeit, in der der Blattsalat als prinzipielles Element der Komposition benutzt wird. "Cache-Cache-Salade" möchte als ein absurdes Märchen gelesen werden, als ein Ausschnitt von einem Traum irgendwie seltsam und ungesund, weil ohne direkte Grundlage und ohne Identifizierungsmöglichkeit. Das Video beginnt mit einer gebastelten Panorama-Aufnahme, wo eine geklonte Person hüpfend auftaucht ein Kind nachahmend, das durch den Wald spazieren geht und das direkt einem Kindermärchen entsprungen ist. Die akustische Umhüllung beteiligt sich ebenso an an der mystischen und traumähnlichen Erzählung. Die Person scheint dann in einem Versteckspiel hereingelegt worden zu sein, in dem sie angegriffen und gehetzt wird und wo sie jedes Mal, wo sie dem externen Blick ausgesetzt wird, die Beute wird. Oder ist sie selbst der Räuber, der sich versteckt, um das Biest zu jagen? Dieser externe Blick suggeriert von einem aussengelegenen Bellen, ist zugleich der Blick des Betrachters/voyeur beim Beobachten der Szene. Es ist übrigens erst durch das Verhalten der Person, die sich abwechselnd versteckt und dann zwischen den Bäumen rennt, dass sich die metaphorische Verbindung mit der Aussenwelt hergestellt wird. Das Wichtigste hält sich also nicht in der Aktion als einzige Erzählung fest, sondern in dieser Art der hypnotischen Faszination geschaffen durch das Bild selbst - quasi statisch - und durch den Eindruck eines Augenblicks in einer anderen Zeit. Die Poesie bleibt hier durch die Beharrlichkeit der Selbstjustiz erhalten, das Bild behauptet sich und es verfeinert ganz langsam seine mögliche Interpretation.
Geboren 1978 in Frankreich, Jérémy Laffon beginnt seine künstlerische Suche mit einer ausschliesslich malerischen und poetischen Arbeit. Später, mit der Unterstützung von Gravierung, Photographie, Performance (und happenings) sowie Video erweitert er langsam sein Ausdrucksfeld, bewahrt aber dabei eine poetische Einheit, die unterschiedliche Einflüsse (wie die von den Incohérents, von Fluxus, Francis Alÿs, Fischli & Weiss, Paul McCarthy u.a.)offenbart.
Es ist in der regelmässigen Zusammenarbeit mit diversen künstlerischen Organisationen, (während der Ausstellungen oder Veranstaltungen) dass der Künstler seine Konzepte und kreativen Prozesse testet (indem er diese manchmal in nicht vorgesehenen Orte, wie in Musikfestivals oder auf der Strasse durchführt). Diese Konzepte schaffen heute eine einzigartige Sprache, die sich um die Phänomene von Fluss, Vergänglichkeit und Grotesken kreist und die dabei in die Richtung des kreativen Vorgangs und der Beziehung mit dem Zuschauer eine zwanghafte und ironische Härte aufbewahrt. Indem er sich selbst wie ein Usurpator, ein professionneler Amateur definiert und sich verkleidet in verschiedene Persönlichkeiten wie "der Wanderer", "der Tollpatsch", "der Strohflechter" oder "der pom-pom Junge" eintaucht, Jérémy Laffon weist die Rolle des Eindringlings zurück und setzt einen ikonoklastischen Blick über die Kultur, indem er Fragen zu Schlüsselwörtern wie "Macht", "Geld" oder "Manupulation" stellt.
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